Was macht eigentlich….Cetecom advanced in Saarbrücken
Batterien unter Extrembedingungen – TraWeBa blickt hinter die Kulissen bei cetecom advanced Saarbrücken
Wie sicher sind Lithium-Ionen-Batterien? Was passiert, wenn sie extremen Temperaturen, starken Erschütterungen oder sogar einem Kurzschluss ausgesetzt werden? Antworten auf diese Fragen erhielten rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Forschung und Entwicklung beim jüngsten Netzwerkformat „Was macht eigentlich…?“ des Projekts TraWeBa (Transformations Hub Wertschöpfungskette Batterie) der saaris GmbH. Gastgeber war die cetecom advanced GmbH in Saarbrücken.
Technologien, Entwicklungen und Lösungen
Mit der neuen Veranstaltungsreihe öffnet TraWeBa regelmäßig die Türen innovativer Unternehmen und ermöglicht den Teilnehmenden einen direkten Blick hinter die Kulissen. Im Mittelpunkt stehen Technologien, Entwicklungen und Lösungen, die den Wandel der Batterie- und Automotive-Branche aktiv mitgestalten.
300 Mitarbeitende begleiten jährlich etwa 4.000 Projekte und Zertifizierungen
Dass cetecom advanced hierfür der ideale Gastgeber ist, wurde bereits bei der Unternehmensvorstellung durch Geschäftsführer Andreas Ehre deutlich. Das Unternehmen gehört zu den international führenden Prüf- und Zertifizierungs-dienstleistern für Produkte mit und ohne Funktechnologien. Rund 300 Mitarbeitende begleiten jährlich etwa 4.000 Projekte und Zertifizierungen – von Mobilfunkgeräten über Cyber Security und elektromagnetische Verträglichkeit bis hin zu Batteriesicherheit und internationalen Marktzulassungen.
Im anschließenden Fachvortrag erläuterten Andreas Hettrich, Technischer Vertrieb, und Martin Kirchner, Leiter des Labors für Batteriesicherheit, welche anspruchsvollen Prüfverfahren moderne Lithium-Ionen-Batterien durchlaufen müssen, bevor sie auf den Markt kommen. Denn Batterien gelten aufgrund ihres hohen Energiegehalts als Gefahrgut und müssen umfangreiche Transport-, Sicherheits- und Zulassungstests bestehen.
Ziel: Belastbarkeit und Sicherheit der Batteriesysteme unter realistischen und extremen Bedingungen nachweisen
Ob Höhensimulation, Temperaturwechsel zwischen extremer Hitze und Kälte, Vibrations- und Schocktests, Kurzschluss-, Überlade- oder Lebensdauerprüfungen – jedes Szenario dient dazu, die Belastbarkeit und Sicherheit der Batteriesysteme unter realistischen und extremen Bedingungen nachzuweisen. Besonderes Interesse weckte dabei die Frage, wie Batteriesysteme im Ernstfall reagieren und ob integrierte Schutzmechanismen kritische Situationen beispielsweise mithilfe des BMS-Batteriemanagementsystems rechtzeitig erkennen und entschärfen können.
Beispiel 3S Technologies GmbH: Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette
Ein weiterer Programmpunkt zeigte, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette ist. Die 3S Technologies GmbH mit Martin Bartels und Martin Leidinger stellte aktuelle Entwicklungsprojekte rund um die Batteriesicherheit vor. Gemeinsam mit cetecom advanced arbeitet das Unternehmen an einem innovativen Multigassensorsystem, das austretende Gase bei sogenannten Abuse-Tests analysiert. Ziel ist es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und künftig noch präzisere Sicherheitsbewertungen von Batteriesystemen zu ermöglichen. Darüber hinaus präsentierte 3S Technologies eine modulare Sicherheitsbox „Accuguard“ für das sichere Laden und Lagern von Lithium-Ionen-Akkus. Gerade Power Tool Akkus bergen im Ladevorgang erhebliche Risiken. Die gemeinsam mit cetecom advanced entwickelte Lösung sorgt dafür, dass ein Akku im Schadensfall kontrolliert abbrennen kann, ohne seine Umgebung zu gefährden. Das bereits zertifizierte System lässt sich flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen.
Erfahrungen austauschen und bestehende Netzwerke auszubauen
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Führung durch die Prüflabore von cetecom advanced. Die Teilnehmenden konnten verschiedene Teststände aus nächster Nähe erleben und erhielten spannende Einblicke in die aufwendigen Prüfverfahren, mit denen Batterien und elektronische Komponenten wie Funksignale oder die Abstrahlung von Geräten auf Herz und Nieren getestet werden. Dabei wurde eindrucksvoll deutlich, welcher technische Aufwand hinter der Sicherheit moderner Batteriesysteme steckt. Beim anschließenden Get-together wurde die Gelegenheit intensiv genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und bestehende Netzwerke auszubauen. Die offene Atmosphäre und die praxisnahen Einblicke sorgten für zahlreiche fachliche Gespräche und einen lebendigen Austausch zwischen den Teilnehmenden.
„Mit ‚Was macht eigentlich…?” haben wir ein Format geschaffen, das Innovationen dort sichtbar macht, wo sie entstehen, direkt in den Unternehmen“
Mit „Was macht eigentlich…?“ haben wir ein Format geschaffen, das Innovationen dort sichtbar macht, wo sie entstehen, direkt in den Unternehmen. Unsere Gäste erhalten exklusive Einblicke in Technologien, die sie sonst nicht erleben würden, und kommen gleichzeitig unkompliziert mit Expertinnen und Experten aus der Branche ins Gespräch. Die große Resonanz zeigt, dass genau diese Mischung aus Praxis, Wissenstransfer und Networking gefragt ist. Deshalb werden wir die Veranstaltungs-reihe auch künftig mit weiteren spannenden Unternehmensbesuchen fortsetzen“, sagt die Projektleiterin von saaris, Daniela Neisius, Mitglied desTraweba- Transformations Hub Wertschöpfungskette Batterie.
Mit der Reihe „Was macht eigentlich…?“ stärkt TraWeBa den Wissenstransfer innerhalb des Batterie-Ökosystems und bringt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Fachkräfte zusammen. Ziel ist es, Innovationen sichtbar zu machen, Kooperationen anzustoßen und den Austausch innerhalb der Branche nachhaltig zu fördern.
Sie haben Interesse am Thema Batterie? Dann kontaktieren Sie gerne unsere verantwortliche saaris-Mitarbeiterin.
Ihre Ansprechpartnerin bei saaris:

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