Neun Millionen Dollar für Parkinsonforschung: Saarbrücker Bioinformatik stärkt internationalen Technologietransfer
Die internationale Parkinsonforschung erhält starke Impulse aus dem Saarland: Professor Andreas Keller und sein Team an der Universität des Saarlandes wurden in das renommierte internationale Kooperationsnetzwerk CRN aufgenommen. Verbunden damit ist eine Förderung in Höhe von neun Millionen US-Dollar durch die Initiative Aligning Science Across Parkinson’s in Zusammenarbeit mit der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research. Ziel des Netzwerks ist es, neue Wirkstoffe für die Behandlung der Parkinson-Krankheit zu identifizieren und den Weg für präzisere Diagnosen sowie personalisierte Therapien zu ebnen.
Im Mittelpunkt der Forschung stehen sogenannte microRNAs – kurze, nicht-kodierende RNA-Abschnitte, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung genetischer Prozesse in Zellen spielen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz analysiert das Saarbrücker Team künftig gewaltige Datenmengen aus der Gensequenzierung von Parkinsonpatienten. Mehr als 100 Terabyte an Forschungsdaten sollen ausgewertet werden, um neue RNA-basierte Wirkstoffkandidaten zu identifizieren.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam mit internationalen Forschungspartnern weiterentwickelt: Am Weizmann Institute of Science sowie an der Columbia University sollen potenzielle Wirkstoffe in zellulären Systemen getestet und perspektivisch für die klinische Anwendung vorbereitet werden. Parallel entsteht eine frei zugängliche molekulare Wissensdatenbank zur Parkinson-Erkrankung, die weltweit Forschenden zur Verfügung stehen soll.
Für den Innovationsstandort Saarland zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie leistungsfähig die Verbindung aus Spitzenforschung, Datenanalyse und internationaler Kooperation inzwischen geworden ist. Gleichzeitig verdeutlicht die Förderung die wachsende Bedeutung des Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – insbesondere in Zukunftsfeldern wie KI-gestützter Wirkstoffforschung und personalisierter Medizin.
Genau an dieser Schnittstelle setzt auch saaris mit dem House of Transfer an. Gemeinsam mit Partnern wie dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland und dem PharmaScienceHub unterstützt saaris kleine und mittlere Unternehmen dabei, geeignete Forschungspartner zu finden, Kooperationen aufzubauen und Innovationspotenziale in marktfähige Anwendungen zu überführen. Gerade in hochdynamischen Bereichen wie der pharmazeutischen Forschung entstehen so neue Chancen für Unternehmen, frühzeitig Zugang zu wissenschaftlicher Expertise, Technologien und internationalen Netzwerken zu erhalten.
Die aktuelle Förderung unterstreicht damit nicht nur die internationale Sichtbarkeit der saarländischen Forschungslandschaft, sondern auch die strategische Bedeutung eines starken Wissens- und Technologietransfers für Innovationen im Gesundheitsbereich.
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Diese News erscheint im Rahmen der saarländischen Transferinitiative. Partner der Initiative sind die saaris GmbH, die FITT gGmbH sowie die Triathlon Transfer GmbH. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist die nachhaltige Stärkung des Technologietransfers im Saarland und damit die gezielte Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des saarländischen Wirtschaftsstandortes.
Weitere Informationen und Unterstützung beim Technologietransfer bzw. der Kontaktaufnahme erhalten Sie auch bei der verantwortlichen Mitarbeiterin von saaris.
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