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Forschung mit Perspektive: Neue Ansätze gegen Krebs, seltene Erkrankungen und schwere Infektionen ausgezeichnet

Wie lassen sich besonders aggressive Krebsarten gezielter bekämpfen? Welche neuen Therapieansätze gibt es für seltene Erkrankungen? Und wie können schwere Infektionen behandelt werden, die bislang oft zu gravierenden Folgeschäden führen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Calogero-Pagliarello-Stiftung an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes.

Neue Strategien gegen aggressive Krebsarten

Den Calogero-Pagliarello-Forschungspreis erhielt die Wissenschaftlerin PD Dr. rer. nat. Yuan Gu vom Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie. Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen die Blutgefäße, die Tumore mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Gelingt es, diese Versorgung gezielt zu unterbrechen, könnte das Wachstum von Tumoren deutlich eingeschränkt werden. Die Forscherin identifizierte verschiedene vielversprechende Wirkstoffe – darunter natürliche Pflanzenstoffe, bereits zugelassene Medikamente mit neuem Einsatzgebiet sowie sogenannte microRNAs. Die Erkenntnisse könnten künftig die Entwicklung gezielter Kombinationstherapien unterstützen, insbesondere für schwer behandelbare Krebsformen wie triple-negativen Brustkrebs oder nicht-kleinzelligen Lungenkrebs.

Vitamin D als möglicher Verbündeter in der Krebstherapie

Einen der erstmals vergebenen Studienpreise erhielt Dr. med. Lukas Alexander Brust. Er untersuchte den Einfluss von Vitamin D auf Kopf-Hals-Tumore und konnte zeigen, dass Vitamin D nicht nur direkt auf Tumorzellen wirkt, sondern gleichzeitig die körpereigene Immunabwehr stärkt. Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für ergänzende Behandlungsstrategien und könnten künftig insbesondere in Kombination mit modernen Immuntherapien eine wichtige Rolle spielen.

Hoffnung für Menschen mit seltenem Barth-Syndrom

Mit dem Barth-Syndrom stand bei der Forschungsarbeit von Dr. rer. nat. Christopher Carlein eine seltene genetische Erkrankung im Fokus. Seine Untersuchungen konzentrierten sich auf Veränderungen der zellulären Signalwege in der Bauchspeicheldrüse und deren Auswirkungen auf den Blutzuckerstoffwechsel. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wertvolle Hinweise darauf, an welchen biologischen Prozessen zukünftige Therapien ansetzen könnten. Gerade bei seltenen Erkrankungen, für die bislang nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten existieren, sind solche Grundlagenarbeiten von großer Bedeutung.

Neue Therapieansätze gegen schwere Augeninfektionen

Dr. med. Colya Englisch widmete sich einer besonders gefährlichen Infektion der Hornhaut: der Pseudomonas-aeruginosa-Keratitis. Die Erkrankung kann im schlimmsten Fall zur Erblindung oder sogar zum Verlust des Auges führen. Im Rahmen seiner Forschung untersuchte er ein neuartiges Trägersystem für Antibiotika, das dafür sorgt, dass Wirkstoffe länger am Auge verbleiben. Darüber hinaus arbeitet er an einer innovativen Kombinationstherapie mit einer neuen Wirkstoffklasse. Ziel ist es, die Behandlung schwerer Augeninfektionen wirksamer und nachhaltiger zu gestalten.

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Diese News erscheint im Rahmen der saarländischen Transferinitiative. Partner der Initiative sind die saaris GmbH, die FITT gGmbH sowie die Triathlon Transfer GmbH. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist die nachhaltige Stärkung des Technologietransfers im Saarland und damit die gezielte Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des saarländischen Wirtschaftsstandortes. 

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