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KI, Sichtbarkeit und Authentizität: Praxistag Online-Marketing 2026 zeigt aktuelle Trends für Unternehmen

Wie können Unternehmen im digitalen Wettbewerb sichtbar bleiben, Kunden erreichen und moderne Technologien sinnvoll nutzen? Antworten auf diese Fragen gab der diesjährige Praxistag Online-Marketing 2026, zu dem die IHK Saarland und saaris eingeladen hatten. Die seit vielen Jahren jährlich stattfindende Veranstaltung hat sich als feste Plattform für praxisnahe Einblicke in aktuelle Entwicklungen des digitalen Marketings etabliert. Auch in diesem Jahr erhielten die Teilnehmenden zahlreiche Impulse, konkrete Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Beispiele für die eigene Unternehmenspraxis.

Künstliche Intelligenz als Werkzeug im Marketing

Den Auftakt machte Sebastian Akinci vom August-Wilhelm Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse. In seinem Vortrag „KI im Marketing: Welche Tools sich für KMU lohnen“ zeigte er, wie stark künstliche Intelligenz bereits heute in Unternehmen eingesetzt wird. Ob Content-Erstellung, Grafikdesign, Konzeptentwicklung, Recherche oder Übersetzungen: KI-Anwendungen sorgen zunehmend für Effizienzgewinne und helfen dabei, den steigenden Anforderungen im Marketing gerecht zu werden.
Gleichzeitig machte Akinci deutlich, dass KI zwar viele Prozesse beschleunigen, aber keine wirksame Marketingstrategie ersetzen könne. Die Verantwortung für Qualität, Glaubwürdigkeit und Authentizität bleibe beim Menschen. Als hilfreiche Werkzeuge nannte er unter anderem ChatGPT, Claude, Mistral, Canva, Adobe Firefly sowie Automatisierungsplattformen wie n8n oder Make. Sein Fazit: KI wird zum festen Bestandteil des Marketingalltags, Authentizität bleibt jedoch der entscheidende Wettbewerbsfaktor.

Sichtbarkeit im KI-Zeitalter neu denken

Mit den Veränderungen der Suchmaschinenlandschaft beschäftigte sich Joel Westenburger und Luca Weigerding von mindwebmedia. Unter dem Titel „SEO im KI-Zeitalter“ stellte er die Frage, die künftig für viele Unternehmen entscheidend sein wird: Wird meine Marke von Künstlicher Intelligenz überhaupt genannt?
Dabei erläuterte er die wachsende Bedeutung der sogenannten Generative Engine Optimization (GEO). Für eine gute Sichtbarkeit seien vor allem hochwertiger und einzigartiger Content, vertrauenswürdige Informationen sowie eine klare Struktur der Unternehmenswebseite entscheidend. Westenburger stellte fünf zentrale Säulen vor: technisch gut strukturierte Webseiten, einheitliche Unternehmensdaten in Verzeichnissen und Plattformen, aktive Pflege von Bewertungen, externe Erwähnungen als Experte sowie fachlich fundierte Inhalte mit hoher Autorität.
Besondere Bedeutung komme dabei dem von Google verwendeten EEAT-Prinzip zu – Experience, Expertise, Authoritativeness und Trust. Vertrauen sei dabei der wichtigste Faktor. Unternehmen sollten deutlich machen, welche Menschen hinter ihren Inhalten stehen und welche Fachkompetenz sie mitbringen.

Canva als vielseitiges Marketingwerkzeug

Wie professionelle Gestaltung auch ohne Designausbildung gelingen kann, zeigte Vivienne Mandarino von der Agentur Mandarinella Design. Sie stellte die Möglichkeiten der Plattform Canva vor, die inzwischen weltweit von Millionen Menschen genutzt wird.
Canva ermögliche die einfache Erstellung von Grafiken, Präsentationen, Social-Media-Inhalten und Videos sowohl am Computer als auch mobil. Besonders die integrierten KI-Funktionen wie Magic Write, Magic Studio oder KI-gestützte Bild- und Videobearbeitung erleichterten die tägliche Arbeit erheblich. Darüber hinaus könne die Plattform die Zusammenarbeit in Teams unterstützen und mit dem integrierten Content-Planer die Veröffentlichung von Inhalten vereinfachen.

Instagram-Werbung braucht Strategie

Nach der Pause widmete sich Nadine Muthreich von der muthreich marketing GmbH dem Thema Instagram Ads. Sie machte deutlich, dass erfolgreiche Werbung in sozialen Netzwerken nicht allein durch ein Werbebudget entsteht. Vielmehr brauche es eine durchdachte Strategie, passende Inhalte und eine klare Zielgruppenansprache.
Werbeanzeigen dienten zunächst vor allem dazu, Sichtbarkeit aufzubauen und erste Kontakte zu schaffen. Bis zu einer Kaufentscheidung seien häufig mehrere Berührungspunkte mit einer Marke notwendig. Erfolgreich seien vor allem authentische Inhalte, attraktive Videos, Gewinnspiele, konsistente Kommunikation und die Kombination aus organischem Content und bezahlter Werbung. Entscheidend sei dabei immer der Mehrwert für die Zielgruppe.

Praxisbeispiel: Menschen statt Produkte in den Mittelpunkt stellen

Wie modernes B2B-Marketing erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigte Maurice Kuntz von Regler Systems GmbH.
Im Mittelpunkt stand ein zielgruppen- und bereichsorientierter Kommunikationsansatz. Unterschiedliche Zielgruppen wie Kunden, Interessenten, Bewerber, Auszubildende oder Partner benötigten unterschiedliche Botschaften und Kommunikationswege. Besonders im Bereich Employer Branding setze das Unternehmen auf authentische Einblicke in den Arbeitsalltag, persönliche Geschichten von Mitarbeitenden und die Darstellung des gesellschaftlichen Engagements.
Social Media werde dabei bewusst als „Kulturfenster“ genutzt. Nicht Produkte stünden im Mittelpunkt, sondern die Menschen dahinter. Ziel sei es, Nähe zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und die Unternehmenskultur sichtbar zu machen. Authentizität, Glaubwürdigkeit und fachliche Kompetenz seien dabei wichtiger als reine Werbebotschaften.

Austausch und neue Impulse

Beim anschließenden Get-together nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Referentinnen und Referenten. Der Praxistag Online-Marketing 2026 zeigte erneut, dass Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Kommunikationswege enorme Chancen für Unternehmen bieten. Entscheidend bleibt jedoch, technologische Möglichkeiten mit glaubwürdiger, menschlicher Kommunikation zu verbinden.

Ihre Ansprechpartnerin bei saaris:

Max Mustermann
Sabine Betzholz-Schlüter European Digital Innovation Hub 0681 210 66 200 sabine.betzholz-schlueter@saaris.saarland