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Ein Modellökosystem für Epidemien der Zukunft

Bund fördert saarländische Forschung zu besserer Früherkennung und Prognose von Pandemien

Wie lassen sich künftige Pandemien früher erkennen? Welche Daten helfen wirklich bei präzisen Prognosen? Und wie kann menschliches Verhalten in Vorhersagemodelle integriert werden? Mit dem Forschungsprojekt DREAM EP möchte die Technische Universität Dresden gemeinsam mit einem Konsortium führender Wissenschaftler diese und weitere Fragen beantworten. Mit dabei ist Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie der Universität des Saarlandes. Das Projekt wird mit 1,8 Millionen Euro gefördert. DREAM EP hat das Ziel, die Vorhersage schwerer Atemwegserkrankungen zu verbessern. Dazu werden Daten über menschliche Kontaktstrukturen, Mobilitätsmuster und Schutzverhalten integriert. Durch die Analyse hochauflösender Datensätze aus der COVID-19-Pandemie entsteht ein umfassendes Modellökosystem, das räumliche und zeitliche Skalen mittels Methoden aus der Netzwerkwissenschaft, dem maschinellen Lernen und der künstlichen Intelligenz abbildet.

Von großen Datensätzen zu flexiblen Vorhersagemodellen

Basierend auf umfangreichen Datensätzen – darunter die Evolution des SARS-CoV-2-Virus sowie tägliche Mobilitätsdaten aus Deutschland und globalen Luftverkehrsströmen – wird DREAM EP ein adaptives Modellierungsframework entwickeln. Neben der Untersuchung grundlegender Fragen zu Skalen und Rückkopplungen in der epidemiologischen Modellierung zielt das Projekt auch auf präzisere und datengestützte Prognosewerkzeuge ab.

Dazu gehören unter anderem:

Analysen veränderter Mobilitätsnetzwerke während Pandemien und deren Einfluss auf die Krankheitsdynamik
Untersuchungen zu mikroskaligen Kontaktnetzwerken und klinischen Verläufen
Kausalanalysen zwischen Krankheitsausbreitung, Verhalten, Information und Politik
Entwicklung optimaler Modellarchitekturen für Epidemieprognosen
Identifikation von Prinzipien viraler Evolution in netzwerkstrukturierten Populationen
Aufbau eines skalierbaren Frameworks zur Vorhersage schwerer Atemwegserkrankungen

Mehr dazu finden Sie in der Originalveröffentlichung hier

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