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„Batterie…was nun?“ – Zukunftsforum zu Innovation, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit in der Batteriewertschöpfung

Unter dem Titel „Batterie…was nun?“ lud die saaris GmbH im Rahmen des Projekts TraWeBa – Transformations HUB Wertschöpfungskette Batterie zum ganztägigen Branchentreffen ins CFK/vevio – Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe gGmbH ein. Die Veranstaltung brachte Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Netzwerken aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Österreich und der Schweiz zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven entlang der gesamten Batteriewertschöpfungskette zu diskutieren.

saaris und das Projekt TraWeBa – Transformation gestalten

Das Projekt TraWeBa, als einer der Konsortialpartner angesiedelt bei saarland innovation und standort GmbH (saaris) unterstützt Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Transformation im Umfeld der Batterietechnologien und Elektromobilität. Ziel ist es, die regionale und überregionale Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette Batterie zu fördern – von der Produktion über Logistik und Qualitätssicherung bis hin zu Second Life und Recycling. Daniela Neisius (saaris/TraWeBa) eröffnete die Veranstaltung und hob die Bedeutung des Hubs für die  Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Saarlandes hervor. In ihrem Grußwort betonte Dr. Lesya Matiyuk, Abteilungsleiterin im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes, dass Batterietechnologie eine der Schlüsseltechnologien für die Zukunft darstellt: „Wir müssen unsere Kompetenzen sichern, den Wissenstransfer stärken und die Kreislaufwirtschaft ganzheitlich denken.“

Impulse aus Industrie und Forschung – von Produktion bis Testlösungen

Den Auftakt machte Dr. Udo Scheff (Kreisel Electric GmbH, Österreich) mit seinem Vortrag „The Future is Electric“. Er beleuchtete die Elektrifizierung im Nutzfahrzeug- und Landmaschinenbereich und zeigte auf, wie modulare Batteriesysteme und effiziente Ladeinfrastrukturen den Übergang zu emissionsfreien Antrieben ermöglichen.
Im Anschluss präsentierte Dr. Daniel Stock (Schunk Group GmbH) die Rolle der Schunk Group bei der Automatisierung von Produktionsprozessen im Batteriebereich – von der Elektrode bis zum Batteriepack. Schunk trägt mit Lösungen im Ultraschallschweißen und in der Ladeinfrastruktur wesentlich zur Effizienzsteigerung bei und bietet vielfältige Lösungen für alle Bereiche der Batterieproduktion.
Stefan Wendl (Baumann Automation GmbH) stellte mit der modularen Prüfsystemplattform MTS eine flexible Lösung für Test- und Qualitätssicherungsprozesse in der Batteriefertigung vor. Die Plattform ermöglicht die Prüfung von Zellen, Modulen und Packs – sowohl in der Entwicklung als auch in der Serienproduktion.

Nachhaltigkeit im Fokus – Second Life, Recycling und Kreislaufwirtschaft

Ein Höhepunkt war der Vortrag von Martin Kyburz (Kyburz Switzerland AG), der das eigens entwickelte direkte Recyclingverfahren für LiFePO₄-Batterien vorstellte. Dieses umweltfreundliche Verfahren ermöglicht die Rückgewinnung von über 90 % der Materialien – ohne energieintensives Schmelzen oder chemische Prozesse. Kyburz wurde dafür bereits mit einem Umweltpreis ausgezeichnet und sieht das Verfahren als offenen Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit. Einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft lieferte Dr. Philipp Veit (Circunomics GmbH). Das Mainzer Unternehmen betreibt einen digitalen Marktplatz für gebrauchte Batterien und setzt auf KI-basierte Analysen, um Restkapazitäten zu bewerten und Second-Life-Anwendungen oder Recycling gezielt zu steuern. Damit schafft Circunomics Transparenz und Wertschöpfung im Batterielebenszyklus
Gunnar Grohmann (Leadec Management Central Europe BV & Co. KG) präsentierte die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich Batteriereparatur. Leadec betreibt ein herstellerübergreifendes Batterie-Reparatur-Zentrum (BRZ), in dem Hochvoltbatterien aus Elektrofahrzeugen analysiert, instandgesetzt und geprüft werden.

Von der Lagerung bis zur Energiespeicherung

Jil Gross und Jörg Bernarding (ABAKOS/IPL GmbH) zeigten praxisnahe Ergebnisse zur Sicherung effizienter Batterielagerung. Das Bundesprojekt ABAKOS bietet verschiedene kostenfreie Schulungen im Batteriebereich und das IPL entwickelt als Dienstleister Konzepte zur Prozessoptimierung, Sicherheit und Qualifizierung in der Batterielogistik.
Axel Horstmann (Kautz GmbH / Horstmann & Schwarz GmbH & Co. KG / HyperSys GmbH) sprach über „Batteriespeicherung & Energieübertragung“ und zeigte, wie moderne Speicher- und Trafotechnologien Effizienz und Versorgungssicherheit in der Industrie fördern. Mit HyperSys werden modulare Speicherlösungen entwickelt, die die Integration erneuerbarer Energien und die Energieautarkie von Industrieanlagen unterstützen.
Noah Seufert (HYDAC GmbH) stellte die Rolle von HYDAC im Bereich Kühllösungen und Thermomanagement für Energiespeicher vor. HYDAC sorgt mit integrierten Systemlösungen dafür, dass Energiespeicher und Leistungselektronik im optimalen Temperaturbereich betrieben werden – ein entscheidender Faktor für Lebensdauer und Sicherheit.
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Fazit: Hub als Motor der Transformation

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie breit und dynamisch die Batteriewirtschaft aufgestellt ist – von der Zellfertigung über Kühlung, Energieverteilungspeicherung und Digitalisierung bis hin zu Recycling und Wiederverwendung.

TraWeBa und saaris schaffen mit Formaten wie „Batterie…was nun?“ eine Plattform, auf der Forschung, Industrie und Politik zusammenkommen, um neue Kooperationen anzustoßen und Lösungen für eine nachhaltige Batteriezukunft zu entwickeln. Im Fokus steht dabei die Stärkung des Wissens- und Technologietransfers innerhalb Deutschlands und teilweise auch schon im angrenzenden europäischen Ausland. Sie haben Interesse, im Hub mitzuarbeiten? Dann kontaktieren Sie gerne unsere verantwortliche saaris-Mitarbeiterin Daniela Neisius.

Ihre Ansprechpartnerin bei saaris:

Max Mustermann
Daniela Neisius Leitung TraWeBa | saaris.motovation 0681 210 66 220 daniela.neisius@saaris.saarland