SensorTech4Health2030: Wie aus Spitzenforschung marktfähige Gesundheitsprodukte entstehen
Europäisches Forschungsprojekt eröffnet Unternehmen neue Perspektiven für Innovation und Technologietransfer
Wie können Menschen möglichst lange gesund, selbstständig und sicher in den eigenen vier Wänden leben? Antworten auf diese Frage entwickelt das internationale Forschungsprojekt SensorTech4Health2030. Wissenschaft und Industrie arbeiten dabei an intelligenten Assistenzsystemen der nächsten Generation, die Gesundheit und Wohlbefinden kontinuierlich begleiten – unauffällig, datenschutzkonform und alltagstauglich.
Mit dabei ist auch die Universität des Saarlandes. Am Lehrstuhl für Messtechnik entwickelt das Team um Professor Andreas Schütze gemeinsam mit Christian Bur neuartige Gassensorsysteme und KI-basierte Auswerteverfahren. Ziel ist es, Gesundheitsinformationen aus Atemluft, Hautausdünstungen und weiteren Sensordaten intelligent miteinander zu verknüpfen, um Gesundheitszustände frühzeitig zu erkennen und Prävention zu ermöglichen.
Das internationale Konsortium vereint bereits starke Industriepartner. Bosch Sensortec koordiniert das Projekt und entwickelt gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Finnland, Belgien, den Niederlanden und Tschechien die technologischen Grundlagen für künftige Gesundheitsanwendungen.
Forschung wird zu marktfähigen Produkten
Die im Projekt entwickelten Sensoren und Algorithmen sollen mittel- bis langfristig ihren Weg in den Konsumentenmarkt finden. Geplant sind unter anderem Wearables, intelligente Hörassistenzsysteme, Smart-Home-Lösungen und weitere Gesundheitsprodukte, die den Menschen im Alltag begleiten.
Der Innovationssprung liegt in der Kombination verschiedener Sensordaten. Statt einzelne Parameter wie Puls oder Bewegung isoliert zu betrachten, werden künftig Informationen aus Atemluft, Hautausdünstungen, Geräuschen und weiteren Sensoren mithilfe Künstlicher Intelligenz zusammengeführt. Dadurch entsteht ein wesentlich umfassenderes Bild über Gesundheitszustand, Stress, Schlaf oder Aktivität. Bestehende Sensortechnologien werden nicht ersetzt, sondern intelligent erweitert.
Innovationen mit deutlichem Mehrwert für die Konsumenten
Ein Anwendungsbeispiel sind Hörassistenzsysteme der nächsten Generation. Verbesserte Sensorik und intelligente Signalverarbeitung ermöglichen kleinere und leistungsfähigere Geräte, die störende Hintergrundgeräusche gezielt ausblenden, während Gespräche oder Warnsignale weiterhin zuverlässig übertragen werden.
Auch die neu entwickelte Gassensorik eröffnet neue Möglichkeiten. Sie erkennt kontinuierlich kleinste Konzentrationen flüchtiger organischer Verbindungen, die über Atemluft oder Haut abgegeben werden. Zusammen mit weiteren Sensordaten entsteht so ein kontinuierliches Monitoring, das Veränderungen frühzeitig erkennen und eine gesundheitsbewusste Lebensweise unterstützen kann.
Technologietransfer als Schlüssel zur Wertschöpfung. Unternehmen gesucht!
Für das saarländische House of Transfer, bestehend aus der saaris GmbH, Fitt gGmbH und Triathlon, steht insbesondere der Technologietransfer im Mittelpunkt. Die wissenschaftlichen Entwicklungen sollen nicht im Labor verbleiben, sondern möglichst schnell in marktfähige Anwendungen überführt werden. Die Basistechnologien entstehen bereits gemeinsam mit Industriepartnern wie Bosch Sensortec. Perspektivisch werden jedoch insbesondere Unternehmen benötigt, die diese Sensorik in eigene Produkte integrieren und damit neue Anwendungen für den Endkunden entwickeln. Gesucht sind Hersteller von Wearables, Smart-Home-Technologien, Medizintechnik, Consumer Electronics oder digitalen Gesundheitslösungen, die auf den im Projekt entwickelten Technologien aufbauen.
Saarländische Unternehmen können den nächsten Innovationsschritt gestalten
Gerade für Unternehmen im Saarland eröffnet sich die Chance, frühzeitig Zugang zu einer Schlüsseltechnologie der personalisierten Gesundheitsvorsorge zu erhalten. Sie können ihre Entwicklungs- und Fertigungskompetenz einbringen und gemeinsam mit den Projektpartnern daran arbeiten, aus Forschungsergebnissen marktfähige Produkte zu entwickeln.
Mehr dazu in der Originalveröffentlichung
Diese News erscheint im Rahmen der saarländischen Transferinitiative, gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie. Partner der Initiative sind die saaris GmbH, die FITT gGmbH sowie die Triathlon Transfer GmbH. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist die nachhaltige Stärkung des Technologietransfers im Saarland und damit die gezielte Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des saarländischen Wirtschaftsstandortes.
Sie haben Interesse, mitzuarbeiten oder interessieren sich für das Thema? Dann kontaktieren Sie gerne die saaris-verantwortliche Mitarbeiterin.
Ihre Ansprechpartnerin bei saaris:
Gefördert durch:

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