Biotechnologie trifft Unternehmertum: Aus Forschungsideen entstehen nachhaltige Startups und Lösungen für die Industrie

Wie lassen sich Holzabfälle in Nylon verwandeln? Können umweltschädliche Lackpigmente durch biologische Farbstoffe ersetzt werden? Und wie entstehen nachhaltige Omega-3-Fettsäuren ohne Nutzung fossiler Ressourcen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich interdisziplinäre Teams aus Biotechnologie und Betriebswirtschaftslehre im Projekt BIOSTART an der Universität des Saarlandes.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern vor allem die Entwicklung von marktfähigen Produkten, Prozessen und möglichen Startups. Das auf vier Jahre angelegte Projekt wird mit rund einer Million Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.Drei Projekte mit hohem Anwendungspotenzial

Nylon aus Holzabfällen

In diesem Projekt werden Mikroorganismen genutzt, um Bestandteile aus Holzabfällen in Vorprodukte für Nylon umzuwandeln. Ziel ist es, fossile Rohstoffe zu ersetzen und neue Wertschöpfung aus bislang wenig genutzten Reststoffen zu schaffen. Für Unternehmen aus Chemie, Kunststofftechnik, Verpackung oder Textilwirtschaft eröffnet dies Perspektiven für nachhaltigere Materialien und zirkuläre Produktionsansätze.

Biopigmente als Alternative zu umweltschädlichen Lacken

Industrielle Farben und Pigmente belasten häufig Umwelt und Ressourcen. Die Forschenden entwickeln daher Biopigmente, die von Mikroorganismen gezielt produziert werden. Diese biologischen Farbstoffe könnten künftig in Lacken, Beschichtungen, Druckfarben oder anderen industriellen Anwendungen eingesetzt werden und damit den Einsatz problematischer chemischer Pigmente reduzieren.

Biotechnologisch erzeugte Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind für Ernährung und Gesundheit von großer Bedeutung. Im Projekt werden biotechnologische Verfahren entwickelt, um diese wertvollen Fettsäuren nachhaltig zu erzeugen. Denkbar sind Anwendungen in Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Tierernährung oder weiteren gesundheitsbezogenen Märkten.

Wenn Biotechnologie auf Unternehmertum trifft

Das Besondere an BIOSTART ist der interdisziplinäre Ansatz: Jeweils zwei Masterstudierende aus Biotechnologie und Betriebswirtschaftslehre arbeiten ein Semester lang gemeinsam an einer Idee. Sie analysieren technologische Machbarkeit, Marktpotenziale, Geschäftsmodelle und mögliche Gründungsperspektiven. Die wissenschaftliche Grundlage liefern unter anderem die Arbeiten von Prof. Dr. Christoph Wittmann (Systemische Biotechnologie) sowie die Forschung von Prof. Dr. Andriy Luzhetskyy (Pharmazeutische Biotechnologie und HIPS) im Bereich mikrobieller Naturstoffe und biobasierter Produktionsverfahren.

Einladung an Unternehmen: Herausforderungen gemeinsam lösen

Für saaris zeigt BIOSTART beispielhaft, wie aus exzellenter Forschung neue wirtschaftliche Impulse entstehen können. Viele Unternehmen stehen vor konkreten Herausforderungen:

  • fossile Rohstoffe ersetzen,
  • Reststoffe besser verwerten,
  • nachhaltige Materialien entwickeln,
  • Umweltauflagen erfüllen,
  • neue Märkte erschließen,
  • innovative Geschäftsmodelle aufbauen.

Genau hier setzt die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Startups und etablierter Wirtschaft an.

Unternehmen sind eingeladen, mit den Projektpartnern in den Austausch zu treten, eigene Fragestellungen einzubringen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Daraus können gemeinsame Entwicklungsprojekte, Pilotanwendungen, Ausgründungen oder neue Startup-Vorhaben entstehen.

saaris unterstützt den Transfer solcher Ideen in die Praxis und den Aufbau von Kooperationen zwischen Forschung, Industrie und Gründungsökosystem, mit dem Ziel, Herausforderungen der Unternehmen und der Gesellschaft gemeinsam zu lösen und neue biobasierte Wertschöpfung im Saarland zu schaffen. Wenn Sie Interesse daran haben, kontaktieren Sie gerne unseren verantwortlichen Mitarbeitenden.

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Diese News erscheint im Rahmen der saarländischen Transferinitiative. Partner der Initiative sind die saaris GmbH, die FITT gGmbH sowie die Triathlon Transfer GmbH. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist die nachhaltige Stärkung des Technologietransfers im Saarland und damit die gezielte Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des saarländischen Wirtschaftsstandortes.

Ihre Ansprechpartner bei saaris:

Max Mustermann
Heike Ziegler-Braun Technologietransfer | Life Science & Material Science 0681 210 66 203 heike.ziegler-braun@saaris.saarland
Max Mustermann
Pascal Thome Leitung Technologietransfer 0681 210 66 205 pascal.thome@saaris.saarland
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Markus Kreibiehl Technologietransfer | Sustainable Smart Production & New Mobility 0681 210 66 201 markus.kreibiehl@saaris.saarland

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