KI für bessere Geschäftsverhandlungen und neue Absatzmärkte
Das Saarbrücker Startup ZopaAI entwickelt KI-Lösungen für den Geschäftskundenvertrieb und die Stahlindustrie. Zwei Forschungsprojekte dort zeigen, wie Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen können, um Verhandlungen vorzubereiten, Marktpotenziale zu erkennen und neue Geschäftschancen zu erschließen.
Wie kann künstliche Intelligenz Unternehmen dabei unterstützen, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen und neue Märkte zu erschließen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Saarbrücker Startup ZopaAI. Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte Software für den Geschäftskundenvertrieb und zeigt anhand zweier Forschungsprojekte, wie sich die Technologie für konkrete unternehmerische Herausforderungen einsetzen lässt.
DEAL KI: Geschäftsverhandlungen gezielter vorbereiten
Komplexe Geschäftsverhandlungen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung. Unternehmen müssen Informationen aus unterschiedlichen Quellen berücksichtigen, Preisstrategien entwickeln und mögliche Verhandlungsverläufe einschätzen. Hier setzt das Projekt „DEAL KI“ an.
ZopaAI entwickelt eine KI-gestützte Lösung, die relevante Daten zusammenführt und auswertet. Daraus sollen Empfehlungen für Verhandlungsstrategien und die Preisgestaltung abgeleitet werden. Ziel ist es, Unternehmen bei der Vorbereitung und Durchführung von Geschäftsverhandlungen zu unterstützen und fundiertere Entscheidungen zu ermöglichen.
Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 1,11 Millionen Euro. Knapp 500.000 Euro werden gefördert, davon rund 444.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 56.000 Euro aus Landesmitteln.
KINGS: Neue Absatzmärkte für CO₂-reduzierten Stahl erschließen
Wie lässt sich künstliche Intelligenz nutzen, um neue Kunden für nachhaltigere Industrieprodukte zu gewinnen? Dieser Frage widmet sich das Projekt „KINGS“. Die geplante Software soll potenzielle Abnehmer für CO₂-reduzierten Stahl identifizieren und deren Marktpotenzial bewerten. Als Pilotanwender ist die Dillinger Hütte vorgesehen.
Die Lösung soll Unternehmen dabei helfen, passende Absatzmärkte systematischer zu analysieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen. Gerade für die saarländische Stahlindustrie kann dies ein wichtiger Ansatz sein, um den Wandel hin zu einer CO₂-ärmeren Produktion auch durch neue Vertriebsstrategien zu begleiten.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 888.000 Euro. Davon werden 400.000 Euro aus dem saarländischen Transformationsfonds finanziert.
Von der technologischen Idee zum wirtschaftlichen Nutzen
Die beiden Projekte verdeutlichen, dass künstliche Intelligenz nicht nur technische Prozesse unterstützen kann. Sie bietet auch im Vertrieb, bei der Preisgestaltung und bei der Erschließung neuer Märkte konkrete Ansatzpunkte. Entscheidend ist, die Technologie an den tatsächlichen Herausforderungen eines Unternehmens auszurichten und daraus praktikable Lösungen zu entwickeln.
saaris unterstützt Unternehmen im Saarland dabei, passende Forschungs- und Technologiepartner zu finden und Innovationsvorhaben voranzubringen. Über das House of Transfer (HoT) erhalten Unternehmen Unterstützung dabei, ihre Fragestellungen aus der Praxis zu konkretisieren, geeignete Partner aus der Forschung zu identifizieren und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Auch bei Fragen zur Förderung von Innovationsprojekten bietet das House of Transfer Orientierung.
Unternehmen, die prüfen möchten, wie künstliche Intelligenz ihre Geschäftsprozesse verbessern, neue Marktpotenziale erschließen oder konkrete Herausforderungen lösen kann, sind eingeladen, sich über die Möglichkeiten des Technologietransfers zu informieren.
Mehr erfahren: Das House of Transfer bringt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen: von der Forschung in die Wirtschaft und von der Wirtschaft in die Wissenschaft. Ziel ist es, aus unternehmerischen Herausforderungen konkrete Forschungsfragen und aus neuen Erkenntnissen wirtschaftlich nutzbare Lösungen zu entwickeln.
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