Bundespräsident Steinmeier im INM: Angewandte Materialforschung trifft auf Exzellenz – Partner für Innovationen gesucht
Hoher Besuch für die saarländische Forschungslandschaft: Im Rahmen seiner diesjährigen Reise mit dem Diplomatischen Korps durch das Saarland besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit Ministerpräsidentin Anke Rehlinger das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien auf dem Campus der Universität des Saarlandes.
Der Besuch unterstrich die Bedeutung des Instituts als international anerkannter Forschungspartner an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologieentwicklung und wirtschaftlicher Anwendung. Empfangen wurden die Gäste von der Geschäftsführung des INM mit den wissenschaftlichen Direktoren Professor Wilfried Weber und Professorin Aránzazu del Campo sowie dem kaufmännischen Geschäftsführer Michael Marx.
Materialien als Schlüsseltechnologie für gesellschaftliche Herausforderungen
Am INM entstehen neue Materialien und Materialtechnologien für zentrale Zukunftsfragen. Die Forschenden arbeiten daran, Lösungen für die Bereiche Gesundheit, Energie, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Umweltüberwachung zu entwickeln.
Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten lebenden Materialien. Dabei werden biologische Systeme gezielt so programmiert, dass sie Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften erzeugen. Die Anwendungen reichen von nachhaltigen Werkstoffen bis hin zu medizinischen Innovationen.
Ein Beispiel ist ein neuartiger Holzwerkstoff, bei dem speziell programmierte Mikroorganismen einen biologisch erzeugten Klebstoff herstellen. Dadurch können die Vorteile klassischer Pressspanplatten genutzt werden, während gleichzeitig die Recyclingfähigkeit deutlich verbessert wird.
Innovationen für Medizin und Gesundheitswirtschaft
Einen weiteren Einblick erhielten die Besucherinnen und Besucher in die Forschung zu Lebenden Therapeutischen Materialien. Dabei werden lebende Zellen in Materialien integriert, um Wirkstoffe direkt dort bereitzustellen, wo sie benötigt werden. Veranschaulicht wurde dieser Ansatz anhand einer innovativen Kontaktlinse, deren integrierte Zellen kontinuierlich therapeutische Wirkstoffe produzieren und so eine dauerhafte Medikamentenabgabe ermöglichen. Solche Entwicklungen könnten künftig neue Wege in der personalisierten Medizin eröffnen.
Von Batterietechnologien bis zu intelligenten Sensorsystemen
Die Forschung am INM umfasst weit mehr als biomedizinische Anwendungen. In der Forschungsabteilung Energie-Materialien werden beispielsweise neue Batterietechnologien entwickelt und Verfahren zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Lithium aus Altbatterien erforscht. Weitere Forschungsfelder sind flexible und elektrisch leitfähige Materialien für Soft Electronics sowie bioinspirierte fliegende Sensorsysteme, die künftig für Umweltmonitoring und Datenerfassung eingesetzt werden können.
Die Arbeiten des Instituts zeigen, wie breit das Anwendungsspektrum moderner Materialforschung ist: von der Kreislaufwirtschaft über nachhaltige Energiesysteme bis hin zu digitalen und medizinischen Technologien.
Partner für die Umsetzung von Innovationen gesucht
Als Institut für angewandte Forschung verfolgt das INM das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen und marktfähige Produkte zu überführen. Deshalb arbeitet das Institut eng mit Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Partnern zusammen.
Gesucht werden Partner entlang der gesamten Innovationskette – von der gemeinsamen Entwicklung neuer Technologien über die Weiterentwicklung bestehender Verfahren bis hin zur Skalierung und Markteinführung neuer Produkte. Unternehmen erhalten dadurch Zugang zu wissenschaftlicher Spitzenforschung, modernster Infrastruktur und interdisziplinären Entwicklungsteams.
Der Besuch des Bundespräsidenten machte deutlich: Das INM zählt zu den Forschungseinrichtungen, die mit ihren Entwicklungen wichtige Impulse für die technologische und wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und Europas setzen. Gleichzeitig bietet das Institut vielfältige Möglichkeiten für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und schafft so die Voraussetzungen, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen.
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Diese News erscheint im Rahmen der saarländischen Transferinitiative. Partner der Initiative sind die saaris GmbH, die FITT gGmbH sowie die Triathlon Transfer GmbH. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist die nachhaltige Stärkung des Technologietransfers im Saarland und damit die gezielte Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des saarländischen Wirtschaftsstandortes.
Sie interessieren sich für das Thema und mögliche Einsätze in der Praxis? Dann kontaktieren Sie gerne die dafür verantwortliche saaris-Mitarbeiterin.
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