Wie verändern Weltraumflüge den Organismus? Bioinformatiker werten dafür Geninformationen aus
In der Weltraumforschung sind bemannte Missionen zum Mond und mittelfristig auch zum Mars geplant. Wie sich ein längerer Aufenthalt im All auf den Organismus auswirkt, wird daher auf der Raumstation ISS erforscht. Ein Team um Bioinformatiker Andreas Keller an der Universität des Saarlandes hat gemeinsam mit Kollegen der Stanford University untersucht, wie sich bei einem Weltraumflug der Austausch von Geninformationen im Inneren von Zellen verändert.
Schwerelosigkeit führt zu Symptomen wie bei degenerativen Erkrankungen
Das Saarbrücker Wissenschaftlerteam konzentrierte sich dabei auf die Frage, wie sich das Gewebe im Herz, Gehirn, Milz und Thymus sowie im Verdauungstrakt unter Weltraumbedingungen verändert. „Wir haben dabei festgestellt, dass die physiologischen Auswirkungen von Raumflügen auf den Menschen erheblich sind. Ein längerer Aufenthalt in der Schwerelosigkeit führt zu Symptomen, die den auf der Erde zu beobachtenden degenerativen Erkrankungen ähneln. Dazu zählen Muskelschwund und Knochenschwund, ein geschwächtes Herz-Kreislauf-System und Veränderungen des Immunsystems“, erklärt Andreas Keller. Zudem habe man beobachtet, dass die Organe in der Schwerelosigkeit anders altern, es also vermutlich zu einer schnelleren Alterung der Astronauten kommt. „Diese Auswirkungen verstärken sich mit der Dauer der Mission, was für zukünftige Missionen zum Mars und darüber hinaus, die deutlich länger dauern würden, zu bedenken ist. Ziel sollte es nun sein, durch weitere Forschungsarbeiten Biomarker und therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren, um die negativen Auswirkungen für Astronauten zu mildern“, erklärt Andreas Keller.
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