Neues Veranstaltungsformat gestartet: „Was macht eigentlich…?“ – Einblicke bei Jungbluth in Riegelsberg
Mit einem neuen Veranstaltungsformat hat die saaris GmbH mit ihrem Projekt TraWeBa einen Blick hinter die Kulissen eines zukunftsorientierten, innovativen saarländischen Industrieunternehmens ermöglicht. Unter dem Titel „Was macht eigentlich…?“ besuchten zahlreiche Teilnehmende die Jungbluth GmbH in Riegelsberg. Ziel des Formats ist es, erfolgreiche und innovative Unternehmen im Kontext Batterie näher vorzustellen und konkrete Einblicke in Technologien, Geschäftsmodelle und Zukunftsthemen zu geben.
Seit mehr als 50 Jahren ist die Jungbluth GmbH als Komplettdienstleister für Fördertechnik, Lagertechnik, Baumaschinen sowie Intralogistiklösungen tätig. Das Unternehmen versteht sich dabei als Partner, der von der Beratung über die Planung bis hin zu Service und Wartung alles aus einer Hand anbietet. Innovation und Praxisnähe prägen das Geschäftsmodell – sowohl auf der Baustelle als auch in der industriellen Logistik.
Zum Auftakt stellte Florian Leßmöllmann, Regionalvertriebsleiter Saarland, das Unternehmen und seine Leistungen vor. Ein besonderer Fokus lag auf der zunehmenden Elektrifizierung von Flotten in der Intralogistik. Gunter Wolf, Energieberater bei Jungbluth, erläuterte in seinem Vortrag zentrale Hebel und typische Fallstricke bei der Umstellung auf elektrisch betriebene Flurförderzeuge.
Ein wesentliches Thema ist dabei das Energiemanagement in Unternehmen. Elektrostapler verursachen im Betrieb deutlich weniger CO₂-Emissionen als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – Schätzungen zufolge lassen sich die Emissionen um ein Mehrfaches reduzieren. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Ladeinfrastruktur und Energieversorgung. So können beispielsweise Netzlastspitzen vermieden werden, wenn Ladegeräte zeitversetzt gestartet werden oder ein intelligentes Lastmanagement zum Einsatz kommt. Auch Wechselbatteriesysteme können helfen, die Energieverteilung im Betrieb effizient zu steuern.
Bei den Batterietechnologien dominieren derzeit zwei Systeme: klassische Bleisäurebatterien und Lithium-Ionen-Batterien. Während Bleisäurebatterien günstiger sind und sich besonders für Wechselbatteriekonzepte eignen, bieten Lithium-Ionen-Batterien längere Laufzeiten und schnellere Ladezyklen. Moderne Flurförderzeuge können inzwischen beide Technologien nutzen. Laut Jungbluth gleichen sich die Systeme zunehmend an, sodass Unternehmen je nach Einsatzprofil die passende Lösung wählen können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema intelligentes Energiemanagement. Hier stellte der Batteriesystemhersteller Triathlon System GmbH Lösungen vor, mit denen Energieflüsse in Betrieben optimiert werden können. Das Unternehmen entwickelt Batteriesysteme unter anderem für Industriefahrzeuge, Schienenfahrzeuge, kritische Infrastruktur und Energiespeicher für erneuerbare Energien. Im Bereich der sogenannten „Motive Power“ – also Batterien für Industriefahrzeuge – liegt der größte Teil des Geschäfts.
Im Mittelpunkt steht dabei ein vernetztes Energiesystem: Lastmanagement, Energiemanagement und Ladeinfrastruktur werden miteinander gekoppelt. Auf Basis von Lastganganalysen lassen sich beispielsweise Szenarien für die Elektrifizierung von Flotten oder die Integration von Ladeinfrastruktur für E-Lkw simulieren. Energiespeicher können Strom dann bereitstellen, wenn er benötigt wird, und so Lastspitzen reduzieren.
Der Ansatz der Jungbluth GmbH ist dabei bewusst ganzheitlich. In einer 360-Grad-Analyse wird zunächst die bestehende Flotte eines Unternehmens aufgenommen. Anschließend wird geprüft, welche Technologien, Batterietypen und Infrastrukturlösungen individuell sinnvoll sind, um Energieverbrauch und Betriebskosten zu senken. Eine saarländische Erfolgsgeschichte, bei der mit Unterstützung von Inovationen und neuen Technologien neue Geschäftsfelder entstehen, die die Wettbewerbsfähigkeit saarländischer Unternehmen während der Transformation weiterentwickelt.
Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Daniela Neisius, Leiterin des Projekts TraWeBa bei saaris. Sie zeigte sich zum Auftakt des neuen Formats sehr zufrieden: Die Kombination aus Unternehmensbesuch, Fachvorträgen und Praxisdiskussion sei ein gelungener Start gewesen. Weitere Veranstaltungen der Reihe „Was macht eigentlich…?“ sollen folgen und künftig regelmäßig Einblicke in innovative Unternehmen aus dem Umfeld der Batterie geben.
Diese News erscheint im Rahmen der saarländischen Transferinitiative. Partner der Initiative sind die saaris GmbH, die FITT gGmbH sowie die Triathlon Transfer GmbH. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist die nachhaltige Stärkung des Technologietransfers im Saarland und damit die gezielte Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des saarländischen Wirtschaftsstandortes.
Gerne können Sie sich bei Interesse an dem Thema oder einer Kooperation auch an unseren verantwortlichen saaris-Mitarbeiter wenden. Er unterstützt Sie bei der Vernetzung, mit dem Ziel, den Technologietransfer im Saarland voranzutreiben.




Ihre Ansprechpartnerin bei saaris:

Abonnez-vous à notre newsletter !
Notre newsletter n’est actuellement disponible qu’en allemand. Veuillez prêter attention à notre déclaration de protection des données


